
Der Bodensee ist im letzten Stadium der Würm-Eiszeit (25-15.000 v. Chr.) beim Vorstoß des westlichen Arms des Rhein-Gletschers entstanden. Dieser Gletscher schürfte das Becken bis zu 350 m Tiefe in die anstehende Molasseschicht aus. Der Bodensee ist flächenmäßig der drittgrößte See in Mitteleuropa. Nur der Plattensee (Balaton) in Ungarn und der Genfersee auf der schweizerisch-französischen Grenze sind größer. Bezüglich der Wassermenge steht er an zweiter Stelle nach dem Genfersee. Der Bodensee (536 km²) teilt sich auf in Obersee (412 km²), Überlinger See (61 km²) und Untersee (63 km²).
Die Bodenseelandschaft ist Teil des voralpinen Hügel- und Moorlandes, das sich vom Bodensee entlang des Nordrands der Alpen bis zur Salzach erstreckt und seine Entstehung und abwechslungsreiche Oberflächengestalt weitgehend den abtragenden und aufschüttenden Kräften von Gletscher und fließendem Wasser verdankt. Auf einem weichen Sandsteinfels, der sog. Süßwassermolasse, liegt eine mehr oder weniger dicke Schicht von Moränenschotter, der von eiszeitlichen Gletschern stammt.
Die relativ geringe Höhenlage (400 – 500 m ü. NN) und die Nähe des wärmespeichernden Bodensees bewirken ein günstiges Klima und ermöglichen den Anbau von Intensivkulturen wie Obst, Wein und Hopfen. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt ca. 900 mm. Die Temperatur im Jahresmittel liegt zwischen 9 und 10 Grad Celsius. Die Sonnenscheindauer beträgt durchschnittlich 1.700 Std./Jahr.