Museum

Saal im Museum Langenargen

Kunst-Schatzkästchen am Bodensee

Gegenüber der spätbarocken Pfarrkirche St. Martin und dem angebauten Hospital zum Hl. Geist befindet sich im ehemaligen Pfarrhof das Museum Langenargen – heute ein international bekanntes Kleinod am Bodensee. Die Exponate zeigen Kunstwerke und Zeugnisse aus der über 1200-jährigen Geschichte Langenargens und der damit eng verknüpften Geschichte der Grafschaft Montfort. Man stellt Künstler vor, die hier geboren oder mit dem Ort eng verbunden waren oder noch sind. Gemälde, Plastiken und Münzen von der Romanik bis zur Gegenwart machen das Museum zu einem wahren Schatzkästchen voller Kunstwerke aus dem Bodenseeraum. Im zweiten Obergeschoss, der "Bel Etage", werden zudem jährlich wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.    

 

Das Museum Langenargen beherbergt die zweitgrößte öffentliche Sammlung des Malers Hans Purrmann (Schüler und Freund von Henri Matisse), diese wird nur noch von der Ausstellung in Purrmanns Heimatstadt Speyer übertroffen. Außerdem sehen Sie im Museum Werke von Franz Anton Maulbertsch (1724 Langenargen – 1796 Wien), Andreas Brugger (1737 Gattnau – 1812 Langenargen) und anderen bekannten Künstlern aus der Region.  

 

Geöffnet ist das Museum von April bis Oktober jeweils Dienstag bis Sonntag von 10-12 Uhr und 14-17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,- Euro mit Gästekarte 2,50 €. Führungen gibt es immer mittwochs um 10 Uhr, zusätzlich sind Gruppenführungen nach Vereinbarung möglich (Tel. 07543/3410). Weitere Informationen zum Museum finden Sie unter http://www.museum-langenargen.de.

Sommerausstellung 2012: "Wie halb verwischter Farben Guss", Malerei von Dietlinde Stengelin

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Sonntag 29. April und 14. Oktober, jeweils 15 Uhr
Im Gespräch mit der Künstlerin - Dietlinde Stengelin führt durch die Ausstellung

Samstag 16. Juni 19.30 Uhr
Kunst in Wort und Bild, Vortrag von Dr. Richard Kreidler, Köln
Eine Einführung zur Veranstaltung am 17. Juni

Sonntag 17. Juni 17 Uhr
"Liebe, Lust und Leid" Ingrid Storz spricht Gedichte der Weltliteratur
Moderation Dr. Richard Kreidler, Köln

Samstag, 14. Juli 17 Uhr
Wie Bilder sich in Worte wandeln
Sonja Viola Senghaus liest Lyrische Gedichte

Zur Geschichte des Museums

In den 1970er Jahren sollte der verwahrloste, 1735-1740 erbaute, ehemalige Pfarrhof einem modernen Wohnhaus weichen. Doch die Baugesellschaft hatte nicht mit dem Widerstand der Bürger gerechnet. Aufgrund eines Bürgerbegehrens wurde das spätbarocke Gebäude 1973 unter Denkmalschutz gestellt und der Plan, das Haus abzureißen, konnte somit vereitelt werden.

 

Als Herr Professor Eduard Hindelang 1970 das Ausstellungsprogramm für die 1200-Jahrfeier von Langenargen organisierte, kam ihm der Gedanke an ein bleibendes Museum – ein Gedanke, der ihn seitdem nicht mehr losließ. Nun war der richtige Augenblick gekommen. Er begeisterte seine Mitbürger, gründete 1975 einen Museumsverein und wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Die Gemeinde kaufte das im Verfall begriffene Haus. Von Anfang an stand die gesamte Museumsarbeit auf ehrenamtlicher Basis, viele freiwillige Arbeitsstunden wurden bei der gründlichen Innenrenovierung des Pfarrhofes geleistet. Am 30. Mai 1976 konnte das Museum endlich eröffnet werden.

 

Heute ist das Museum mit seiner einzigartigen Struktur weit über die Bodenseeregion hinaus bekannt. Neue Schätze – von Herrn Professor Hindelang mit sicherem Instinkt aufgespürt und erworben – konnten den Eigenbesitz des Museums vergrößern. Von anfangs 38 Mitgliedern ist der Museumsverein auf knapp 2000 angewachsen. Bis heute wird das Museum durch Privatinitiative erhalten, das heißt, alle Aufgaben, von der Verwaltung über die Finanzen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, werden ehrenamtlich getätigt.

Beitrittserklärung Museumsfamilie (PDF)

Kunstpark am See
Impressionen